Ein Überblick über Kampfsportarten

Die meisten Kampfsportarten und Kampfkünste haben einen Bezug zu der Kultur. In Deutschland ist der Kampfsport ein Sammelbegriff für verschiedene Kampfstile, die wir hier vorstellen und erklären wollen. Bei uns ist Boxen, Judo und Ringen recht aktuell und geläufig.

Man sollte aber den Kampfsport und die Kampfkunst differenzieren. So geht es beim Kampfsport darum zu gewinnen und besser zu sein als der Gegner und bei der Kampfkunst geht es mehr um die Selbstverteidigung und die Vermeidung von Konflikten im Vorfeld. Hier werden auch häufig Waffen eingesetzt. Es geht hier mehr um Beweglichkeit, Kraft, Geschwindigkeit oder Selbstdisziplin.

Hier listen wir einige Kampfsportarten und Kampfkünste zur Erklärung einmal auf.

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Judo – Siegen durch Nachgeben

kampfsport-judoDer Judo Kampfsport ist in Wahrheit eine sehr sanfte Sportart. Bei dieser Sportart steht vor allem die körperliche Ertüchtigung und die Stärkung des Geistes im Vordergrund und nicht unbedingt die Selbstverteidigung. Im Judo werden die folgenden vier Techniken unterschieden: Die Boden-, Wurf-, Schlag-, und Falltechniken.

Sieg durch Ippon

Der Ippon ist die höchstmögliche Wertung beim Judo. Mit einem Ippon wird ein Kampf sofort gewonnen. Aber wie erzielt man einen Ippon? Das gelingt durch eine Wurftechnik mit der man seinen Gegner auf den Rücken befördert. Dies wird ebenso als Ippon bezeichnet, wie eine Haltetechnik bei der man seinen Kontrahenten 20 Sekunden lang festhält. Die Anwendung einer Würge- oder Hebeltechnik dank der sein Gegner aufgibt ist eine weitere Möglichkeit um einen Ippon zu erzielen. (mehr…)


Faszination Karate

kampfsport-karateSeit Bruce Lee mit seinen herausragenden Fähigkeiten in der japanischen Kampfkunst Karate zur Legende wurde und spätestens als der Film ‘Karate Kid’ die Kinokassen füllte, hielt der asiatische Kampfsport auch Einzug in die westliche Welt. Vor allem immer mehr junge Menschen begeisterten sich von da an für Karate und begannen diesen Kampfsport in sogenannten Dojos unter der Leitung eines Senseis zu lernen.

Die Mischung aus Konzentration, Körperbeherrschung, den Techniken und gegenseitigem Respekt scheint die Faszination für diesen Sport auszumachen. Doch woher stammt diese besondere Kampfkunst?

Körper und Geist im Einklang

Es wird von einem Mönch berichtet, der im China des 6. Jahrhunderts den Mönchen des ShaolinKlosters verschiedene Übungen zur Kräftigung des Körpers beibrachte, um einen Ausgleich zum langen Meditieren im Sitzen zu schaffen. Aus diesen Techniken entstand das Kung Fu, welches Ursprung für viele folgende Kampfkünste sein sollte. Der Ursprung von Karate ist also chinesisch, das heute ausgeübte Karate entstand aber auf der japanischen Insel Okinawa. Aufgrund seiner gefährlichen Wirkung, war das praktizieren lange Zeit verboten und wurde nur heimlich gelehrt.

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Kampfsport – Gentleman’s Agreement spiritueller Kontrolle und vollendeter Körperbeherrschung

faustkaempfer-kampfsport-und-ehrenkodexKlassische Kampfsportarten – u.a. Karate, Wing Tsung, Teakwondo – fordern und fördern körperliches Leistungsvermögen der Praktizierenden bis zur Perfektion. Bestechen durch klare Athletik und Schlagkraft.

Disziplin und konstantes Training können den Lernenden zur “Kampfmaschine” verwandeln, die aufgrund des erworbenen Leistungsvermögens zur Waffe werden kann. Gliedmaßen ähneln Instrumenten – allein unterschiedlicher Einsatz von Finger- und Handhaltung lassen Hände zu Messer, Dolch, Schwert mutieren. Erweitert durch Fuß- und Tritttechniken, Kenntnisse der Körperpunkte.

Faszination Ehrenkodex

Bedeutet Wettbewerb reglementiertes “sich-messen” im Halbkontakt rein sportlicher Natur, betont aber das Erbe der großen Meister immer den Aspekt der Selbstverteidigung. Niemals sollten erworbene Fähigkeiten zum aggressiven Angriff genutzt werden. Erst Überbau geistiger und seelischer Reife erheben Kampfsport zur wahrhaft edlen Disziplin. Der Tiger im Kreis umzäunt, – Emblem des Shotokan Karate, angelehnt an YinYang – Symbol der Ausgewogenheit.

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Krav Maga

Krav-MagaIm Bereich Kampfsport hat sich in den letzten Jahren sehr viel getan. Immer wieder werden neue Kampfsportarten entwickelt und an den verschiedenen Schulen gelehrt. Einer der wohl besten Methoden im Bereich der Selbstverteidigung ist Krav Maga.

Diese Kampfsportart gibt es natürlich schon sehr lange und wurde nicht neu erfunden, doch erst in den letzten Jahren wurde diese populär. Krav Maga ist ein israelischer Kampfsport mit Schlag- und Tritttechniken. Aber auch Boden- Griff- sowie Hebeltechniken werden hier beigebracht.

Anfangs kam Krav Mage beim Militär zum Einsatz:

Zu Beginn wurden die Techniken ausschließlich im Militär den Soldaten beigebracht. Nach und nach wurde das Selbstverteidigungssystem auch den Polizisten und später den Zivilisten in diversen Verteidigungsschulen beigebracht. Krav Maga hat sich von den verschiedenen anderen Selbstverteidigungssystemen die besten Techniken herausgenommen und somit gilt dieser Kampfsport bzw. diese Selbstverteidigungstaktik aus heutiger Sicht zu den besten bzw. zu den effektivsten.

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Einstieg in den Kampfsport – man braucht nicht gleich Wettkampf Boxhandschuhe kaufen!

Man braucht kein Fitnessexperte sein um zu wissen, dass regelmäßige Bewegung zur Erhaltung der Gesundheit beiträgt. Manche Menschen können sich einfach nicht zum Ausdauertraining motivieren. Sie verstehen nicht, was andere antreibt, stundenlang vor sich hin zu joggen oder kilometerweit mit dem Rad zu fahren. Wichtig ist, dass jeder die Sportart für sich entdeckt, die am meisten Spaß macht und das unabhängig davon, was Familienmitglieder, Freunde oder Arbeitskollegen davon halten. Im Kampfsport geht es entgegen der Meinung vieler Laien nicht darum, anderen weh zu tun. Nur einige wenige kaufen sich nach jahrelangem Training Boxhandschuhe für Wettkämpfe und betreiben diesen Sport als Profi. Viele entdecken ihre Leidenschaft für den Kampfsport, weil sie zum Beispiel von der Übertragung eines Boxwettkampfs im Fernsehen gefesselt sind und diesen Sport einmal selbst ausprobieren möchten. Heute gibt es in jeder größeren Stadt Schulen, die verschiedene Richtungen im Kampfsport lehren. Interessiert man sich dafür, macht man sich am besten einmal ein Schnuppertraining aus. Zum ersten Training muss man nicht gleich mit Wettkampf Boxhandschuhen kommen, bequeme, legere Kleidung reicht aus um diese Sportart kennenlernen zu können.

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Die letzten Bastionen fallen: Sumo und was danach kommt

Kampfsport-SumoDie Japaner sind ein ganz besonderes Volk, das besondere Riten pflegt. Darum verwundert es auch nicht, dass sie einen Sport bzw. dessen Betreiber auf hohem Niveau geradezu heilig sprechen, der andere eher zum Schütteln bringt: Sumo.

Diese allerdings sehr ausgefeilte Kampfsport ist natürlich sehr viel mehr als “zwei Dicke, die sich raufen”, aber für Europäer wirkt das alles doch sehr befremdlich. Allerdings nicht für alle, und so sprießen immer mehr Sumo Clubs auch in Deutschland aus dem Boden.

Und: Auch Frauen mischen kräftig mit (für Japaner undenkbar).

Dicksein – reicht das schon für einen tollen Sumoringer?

Aus einem ursprünglichen Gag wird in vielen Fällen zwar eine ernsthaft zu betreibende Sportart, aber dass Sumo wie in Japan sozusagen das ganze Leben der “Auserwählten”, komplett mit wenig gesunden Bier-/Hühnersuppen-Diäten und frühmorgendlichem Aufstehen, beherrscht, davon kann nicht die Rede sein. Sumo bleibt ein Spaß, eine Kampfsportart mehr neben Judo und Karate.

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